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Betteltanz

Betteltanz

Der Betteltanz wurde bereits vor 150 Jahren durchgeführt. Dabei haben die Mädchen die Möglichkeit sich für einen Nachmittag einen Burschen als Tänzer auszuwählen.
Das Ritual beginnt etwa 6-8 Wochen vor dem Kirchweihmontag. Zwei Burschen werden bestimmt (sog. Ruatnbuam), die sich ein Mädchen (sog. Ruatnmadl) wählen müssen. Diese Auswahl bleibt bis zum großen Tag geheim.
Die Ruatnbuam betteln nun bei Tänzerinnen, um Paare für den Betteltanz zusammenzustellen.
Am Betteltanztag wird die Ruatn (ca. 2,5 m lange Haselrute, die von den Einwohnern und den Ruatnmadeln geschmückt wurde) öffentlich duch ein Fenster des Gasthofes zur Post ausgehängt. Die erwählten Mädchen werden vom Bahnhofswirt abgeholt und erhalten erstmal einen kräftigen Schluck Wein aus einem Maßkrug.
Angeführt von der Blaskapelle und den Ruatnmadln trifft der Zug, unter stetem Schwingen der Ruatn, beim Gasthof Post ein, wo die noch unbekannten Tanzpartner schon warten. Anders als sonst üblich, müssen die Mädchen für die Zeche der Betteltänzer aufkommen. Sie haben allerdings den Vorteil, dass sie ihre Tanzpartner selbst auswählen.

Und noch was:
Kommt die Ruatn versehentlich abhanden, z.B. weil man da nicht aufgepasst hat, muß diese natürlich mit flüssigen Mitteln (Bier, Wein, Schnaps) ausgelöst werden.


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